1990 - 2010

Personal Story

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1990 - 2010

Personal Story

Meine Upperdeck-Karten sind mir immer noch heilig. Den Sammelordner habe ich bei jedem Umzug mitgenommen. Die Kanten des Albums habe ich sogar extra mit Tesa verstärkt, damit sie nicht knicken. Abgebildet sind darauf die Idole meiner Jugend: Dennis Rodman, Michael Jordan, Charles Barkley und das Dream Team. Die 1990er waren für mich die goldene Zeit des Basketballs und gleichzeitig die Hochzeit des Streetballs. Ich war damals der klassische Streetballer und habe selbst bei vielen Turnieren gespielt. Auf Vereinsbasketball dagegen hatte ich zunächst weniger Lust, weil mir die starren Regeln dort nicht gefallen haben.

Irgendwann gab es aber keine Streetballturniere mehr – der Hype war vorbei. Die Unternehmen, die sich anfangs engagiert und die Turnierserien zum Teil überhaupt erst ins Leben gerufen hatten zogen sich nach und nach zurück.

Also bin ich wieder zurück zum Fußball gewechselt, wo ich, wie viele Kinder, meine Anfänge im Vereinssport hatte. Meine Ambitionen waren hoch, ich wollte zu der Zeit Profi werden und durfte sogar zum Probetraining der A-Jugend bei Hannover 96 mit Mirko Slomka und Dieter Hecking. Letztlich hat es aber mit einer Profikarriere doch nicht geklappt. In Göttingen habe ich dann Fußball in der Oberliga gespielt und war zugleich, durch meinen „kleinen Ausflug“ zum Basketball, großer Fan der BG Göttingen. Ich habe alles miterlebt: von den Zweitligazeiten noch in der FKG-Halle bis zum Europapokalsieg 2010 in der ausverkauften Lokhalle.

2016 - heute

3X3 Story

Auf einmal war Göttingen wieder bekannt in der Basketball-Szene. Bloß ein Streetballturnier gab es immer noch nicht. Deshalb habe ich mit einem Freund kurzerhand den Plan gefasst, selber eines zu veranstalten nachdem wir auf dem Schulfest unserer Söhne über die guten alten Zeiten philosophiert hatten.

Die erste Auflage fand 2017 auf dem Campus der Hochschule statt, wo ein ehemaliger Tennisplatz zum Freiplatz umgebaut wurde. Dort herrschte bestes Streetballflair, wie man ihn aus Filmklassikern wie „Above the Rim“ kennt. 15 Mannschaften waren bei der Premiere dabei, und das Siegerteam durfte sich über eine Reise zu einem NBA-Spiel der Knicks nach New York freuen.

Mittlerweile hat sich das ehemals kleine (aber feine) Turnier prächtig entwickelt. So waren wir 2017 und 2018 in Niedersachsen das einzige offizielle Qualifikationsturnier für die deutschen Meisterschaften und haben mittlerweile eine Vorreiterrolle für 3×3-Turniere innerhalb Niedersachsens. Inzwischen sind wir vom Campus auf die Bahnhofsvorplätze großer Städte in Deutschland umgezogen.

Für die Zukunft planen wir bereits mit weiteren attraktiven Standorten, die zum Teil auch Indoor in den Bahnhofshallen stattfinden sollen. Da darf man sich also schon jetzt auf so manche coole Location freuen.

2016 - heute

3X3 Story

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3x3 for everybody

Unsere 3 Säulen

3 Säulen: Inklusion, Breitensport, Leistungssport
3x3 for everybody

Unsere 3 Säulen

Mit dem Gedanken der Inklusion wollen wir Menschen mit Beeinträchtigung dieselbe Plattform bieten, wie ohne. Damit Rollstuhl-Basketball nicht einfach nur als Randsportart betrachtet wird, sondern genauso ein Teil der Gesellschaft ist. Weitestgehend wollen wir auch die gesellschaftliche Barriere im Umgang mit beeinträchtigten Menschen brechen. Somit planen wir jede Veranstaltung in Deutschland inklusiv.
 
Der Leistungssport teilt sich in folgende vier FIBA relevanten Kategorien auf: Frauen Ü18, Männer Ü18, Mädchen U18, Jungen U18. Hier spielen die Teams u.a. um den Einzug ins Deutschland Finale und verfolgen klar leistungsorientierte Ziele.
 
Im Breitensport finden wir die Hobby-Kategorien mit Spielern und Spielerinnen wieder die nicht so ambitioniert sind, aber dennoch ihr Können im 3×3 unter Beweis stellen möchten. Darunter fallen auch die U12 und U15-Kategorien, wo die jungen Stars von morgen bereits heute zeigen was sie draufhaben. Um die neue Disziplin auch im Breitensport noch besser zu fördern und so die Entwicklung des Sports zu unterstützen, streben wir an jedem Standort eine sportliche Kooperation mit den örtlichen Vereinen an. Dies wird unserer Ansicht nach, entgegen mancher Kritiker, keine Verschiebung der Mitglieder verursachen, sondern ganz klar mittel.- bis langfristig einen Mitgliederzuwachs für die Vereine hervorrufen.